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Anleitung

Werkbank selber bauen: Maße, Materialliste und Bauablauf

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Eine selbst gebaute Werkbank passt genau in Ihren Raum und auf Ihre Körpergröße. Mit wenigen Werkzeugen und Material aus dem Holzhandel entsteht eine Bank, die stabiler ist als viele einfache Fertigmodelle. Diese Anleitung beschreibt eine bewährte Bauweise mit Gestell aus Konstruktionsholz und einer massiven Arbeitsplatte. Sie finden typische Maße, eine Materialliste, den Bauablauf in Schritten und Hinweise zu Sicherheit und Oberflächenbehandlung. Die Maße sind Vorschläge, passen Sie sie an Ihren Platz an.

Maße festlegen

Beginnen Sie mit der Höhe, denn sie entscheidet über bequemes Arbeiten. Als Faustregel liegt die Arbeitshöhe für allgemeine Arbeiten etwa auf Höhe Ihres Handgelenks bei locker hängenden Armen. Für Montage und Feinarbeiten darf es etwas höher sein, für Hobeln etwas niedriger. Die Tabelle in Die richtige Höhe einer Werkbank hilft bei der Wahl.

Länge und Tiefe richten sich nach Raum und Werkstücken. Viele Werkbänke sind 150 bis 200 cm lang und 60 bis 80 cm tief. Tiefer als 80 cm wird es schwierig, an die Rückseite zu reichen, wenn die Bank an der Wand steht.

Material und Werkzeug

Für das Gestell eignet sich Konstruktionsvollholz (KVH) oder gehobeltes Bauholz in Querschnitten wie 80 x 80 mm für die Beine und 60 x 100 mm für die Zargen. Es ist trocken, maßhaltig und gut erhältlich. Für die Platte eignen sich Buche-Multiplex, Buche-Leimholz oder zwei verleimte Lagen Multiplex. Was die Materialien unterscheidet, erklärt Welche Platte für die Werkbank.

  • 4 Beine aus Konstruktionsholz
  • 4 obere Zargen und 4 untere Riegel für den Rahmen
  • Arbeitsplatte aus Multiplex oder Leimholz, mindestens 40 mm
  • Platte für den Ablageboden, zum Beispiel 18 mm Spanplatte oder OSB
  • Holzschrauben passender Länge, Holzleim, gegebenenfalls Schlossschrauben
  • Werkzeug: Säge, Akkuschrauber, Bohrer, Winkel, Zwingen, Wasserwaage, Schleifpapier

Bauablauf Schritt für Schritt

Wer Leim und Schrauben kombiniert, bekommt die steifsten Verbindungen. Wie viele Zwingen Sie beim Verleimen brauchen und wie Sie Druckstellen vermeiden, zeigt Verleimen mit Zwingen.

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    Schneiden Sie alle Beine exakt gleich lang. Die Länge ergibt sich aus der gewünschten Arbeitshöhe minus Plattenstärke. Eine Kappsäge mit Längenanschlag macht das einfach.

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    Schneiden Sie die Zargen und Riegel für Längs- und Stirnseiten zu.

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    Bauen Sie zuerst die beiden Stirnseiten: je zwei Beine mit oberer Zarge und unterem Riegel, verleimt und verschraubt. Prüfen Sie mit dem Winkel, dass alle Ecken rechtwinklig sind.

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    Verbinden Sie die beiden Stirnseiten mit den langen Zargen und Riegeln. Messen Sie die Diagonalen, sie müssen gleich lang sein.

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    Legen Sie den Ablageboden auf die unteren Riegel und verschrauben Sie ihn. Er steift das Gestell zusätzlich aus.

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    Legen Sie die Platte auf, richten Sie den Überstand aus und verschrauben Sie sie von unten durch die Zargen. Bei Massivholz Langlöcher bohren, damit das Holz arbeiten kann.

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    Brechen Sie alle Kanten mit Schleifpapier und behandeln Sie die Platte mit Öl oder Hartwachs.

Stabilität verbessern

Eine Werkbank wackelt meist, weil das Gestell sich in Längsrichtung verschiebt. Ein unterer Rahmen mit Ablageboden, eine Rückwand aus Plattenmaterial oder diagonale Streben helfen dagegen. Schwere Werkbänke bleiben beim Hobeln und Sägen besser stehen, Gewicht ist hier ein Vorteil.

Wenn Sie einen Schraubstock montieren wollen, planen Sie ihn vor dem Aufschrauben der Platte ein. Er sitzt meist an einer vorderen Ecke über einem Bein, wo die Kräfte gut ins Gestell gehen. Bohrungen für ein Lochraster mit 20 mm lassen sich in einer Multiplexplatte ebenfalls einarbeiten, siehe Lochrastersystem mit 20 mm erklärt.

Selbst bauen oder kaufen?

Selbst bauen lohnt sich, wenn Sie besondere Maße brauchen oder gern mit Holz arbeiten. Eine gekaufte Werkbank spart Zeit und bringt oft Schubladen, Unterschrank oder Höhenverstellung mit. Eine Auswahl finden Sie in Die besten Werkbänke für die Werkstatt, klassische Hobelbänke mit Vorderzange in Hobelbänke mit Vorderzange.

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Sicherheit beim Bau

Beim Zuschnitt arbeiten Sie mit Säge und Akkuschrauber. Sichern Sie Werkstücke mit Zwingen, statt sie mit der Hand zu halten, und schneiden Sie kurze Teile nicht freihändig. An der Tischkreissäge gehören Spaltkeil, Schutzhaube und Schiebestock dazu.

Hinweis:Tragen Sie beim Sägen Schutzbrille und Gehörschutz und beim Schleifen eine Staubmaske. Ziehen Sie vor dem Blattwechsel den Netzstecker und beachten Sie die Bedienungsanleitungen Ihrer Maschinen.

Häufige Fragen

Welches Holz eignet sich für das Gestell? Konstruktionsvollholz aus Fichte oder Kiefer ist trocken, gerade und preiswert. Für sehr schwere Bänke kann auch Hartholz verwendet werden.

Wie dick sollte die Platte sein? Für eine stabile Werkbank sind 40 mm ein guter Richtwert. Dünnere Platten lassen sich doppeln, indem Sie zwei Lagen verleimen.

Brauche ich eine Tischkreissäge für den Bau? Nein. Mit Handkreissäge, Kappsäge oder sogar einer Handsäge geht es auch. Viele Holzhändler schneiden Platten auf Wunsch zu.

Wie schütze ich die Platte? Mit Öl oder Hartwachs. Die Oberfläche bleibt griffig und lässt sich bei Bedarf abschleifen und neu behandeln.

Was Sie dafür brauchen