Ratgeber
Lochrastersystem mit 20 mm erklärt
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Kurz gesagt
Ein Lochrastersystem ist eine Werkbankplatte mit Bohrungen von 20 mm Durchmesser in einem regelmäßigen Raster, verbreitet ist ein Abstand von 96 mm. In die Löcher stecken Sie Bankhunde, Anschläge und spezielle Zwingen. So spannen Sie Werkstücke an fast jeder Stelle der Platte und richten Anschläge schnell rechtwinklig aus. Zubehör verschiedener Hersteller passt oft, aber nicht immer.
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Diese Seite erklärt, wie Lochplatten mit 20-mm-Bohrungen funktionieren, wie sie auf Multifunktionstischen und selbstgebauten Werkbänken eingesetzt werden und welches Zubehör dazu gehört. Sie erfahren, was das 96-mm-Raster bedeutet, welche Zwingen und Bankhunde in die Löcher passen, wie Sie eine Lochplatte selbst herstellen können und worauf Sie beim Kauf eines Multifunktionstisches achten. Zum Schluss beantworten wir häufige Fragen zur Kompatibilität.
So funktioniert ein Lochraster
Die Platte hat durchgehende Bohrungen mit 20 mm Durchmesser. Sie sind in einem gleichmäßigen Raster angeordnet, sodass jede Bohrung in Längs- und Querrichtung den gleichen Abstand zur Nachbarbohrung hat. Weit verbreitet ist ein Abstand von 96 mm von Mitte zu Mitte, einige Systeme verwenden andere Abstände.
Steckt man zwei Bankhunde in eine Reihe, entsteht eine gerade Anschlagkante. Zwei Reihen im rechten Winkel ergeben einen Winkelanschlag. Spezielle Zwingen werden von unten durch die Bohrung geführt und spannen das Werkstück von oben. Dadurch können Sie auch in der Mitte großer Platten spannen, wo normale Zwingen nicht hinreichen.
Das passende Zubehör
Rund um das 20-mm-Raster gibt es eine große Auswahl an Zubehör. Die wichtigsten Teile sind Bankhunde, Anschläge und Zwingen. Viele Hersteller bieten ihr Zubehör für 20-mm-Bohrungen an. Ob es passt, hängt aber auch von der Plattenstärke ab, weil manche Zwingen und Bankhunde für eine bestimmte Stärke ausgelegt sind.
| Zubehör | Funktion | Achten auf |
|---|---|---|
| Bankhund | Steckbarer Anschlag | Passung, Material von Stahl oder Aluminium |
| Lochplattenzwinge | Spannt von oben durch die Bohrung | Plattenstärke, Ausladung |
| Schnellspanner | Spannt mit Hebel durch die Bohrung | Spannhöhe |
| Winkelanschlag | Rechter Winkel über zwei Reihen | Genauigkeit der Bohrungen |
| Führungsschienenhalter | Hält eine Führungsschiene über der Platte | Kompatibilität zur Schiene |
Zwingen für die Lochplatte
Normale Schraubzwingen greifen nur am Rand der Platte. Für das Lochraster gibt es Zwingen, deren Schiene von unten oder von oben in die Bohrung gesteckt wird. Manche haben eine abgeflachte Schiene, andere einen speziellen Fuß, der sich unter der Platte verkeilt. Auch einige Einhandzwingen lassen sich durch die Bohrung führen.
Achten Sie auf die Plattenstärke: Eine Zwinge, die für eine 20-mm-Platte gedacht ist, hält in einer 40-mm-Platte nicht unbedingt. Einen Überblick über Zwingenarten gibt Zwingenarten im Überblick.
Hinweis:Prüfen Sie vor dem Sägen, dass das Blatt einer Tauch- oder Handkreissäge keine Bankhunde oder Zwingen aus Metall berührt. Kunststoff- oder Aluminiumhunde sind hier weniger gefährlich für das Blatt.
Multifunktionstisch oder eigene Lochplatte
Multifunktionstische sind kompakte, oft klappbare Tische mit gelochter Platte. Sie dienen als mobile Werkbank, Zuschnitttisch für Führungsschienensägen und Montagefläche. Achten Sie auf die Stärke der Platte, die Stabilität des Gestells, die angegebene Traglast und ob die Bohrungen in einem gängigen Raster liegen. Viele Multifunktionstische lassen sich in der Höhe einstellen. Eine Auswahl zeigt Höhenverstellbare Werkbänke.
Eine eigene Lochplatte lässt sich aus Multiplex oder MDF herstellen. Für genaue Bohrungen braucht es eine Bohrschablone und einen Oberfräser mit Kopierhülse oder eine Bohrlehre. Ohne Schablone werden die Abstände leicht ungenau, und Anschläge stehen dann nicht rechtwinklig.
Planen Sie vor dem Bohren, wo die Lochreihen liegen sollen. Ein Randabstand, der zum Raster passt, erleichtert später das Anlegen von Führungsschienen und Anschlägen. Wer die Platte auf ein bestehendes Gestell setzt, sollte prüfen, dass keine Querträger unter den Bohrungen liegen, sonst lassen sich Zwingen nicht von unten einführen. Eine Platte aus Multiplex hält die Bohrungen auf Dauer formstabiler als MDF.
- 1
Plattenmaterial und Stärke wählen, etwa Multiplex
- 2
Bohrschablone mit dem gewünschten Raster beschaffen oder fräsen
- 3
Schablone an der Plattenkante ausrichten und fixieren
- 4
Bohrungen mit Oberfräser und Kopierhülse oder Bohrlehre fertigen
- 5
Schablone versetzen und über Referenzbohrungen ausrichten
- 6
Kanten der Bohrungen leicht anfasen
Vorteile und Grenzen
Das Lochraster macht die Werkbank sehr flexibel. Sie spannen überall, bauen Anschläge in Sekunden auf und können wiederholte Teile schnell positionieren. Für Arbeiten mit Führungsschienen ist die gelochte Platte zugleich Unterlage und Anschlag.
Die Bohrungen schwächen die Platte etwas, und Kleinteile fallen leicht hindurch. Wer viel hobelt oder schwere Arbeiten macht, nutzt besser eine massive Hobelbank mit Bankhakenlöchern und Zangen. Welches Plattenmaterial sich eignet, erklärt Welche Platte für die Werkbank.
- Vorteil: Spannen an jeder Stelle der Platte
- Vorteil: schnelle, wiederholbare Anschläge
- Vorteil: ideal mit Führungsschienen
- Grenze: Kleinteile fallen durch die Löcher
- Grenze: Platte wird etwas geschwächt
Häufige Fragen
Passt Zubehör verschiedener Hersteller in jede 20-mm-Lochplatte? Häufig ja, weil der Durchmesser gleich ist. Plattenstärke und Rasterabstand können aber abweichen. Prüfen Sie die Angaben des Zubehörherstellers.
Warum ausgerechnet 96 mm? Das 96-mm-Raster ist weit verbreitet, weil viele Multifunktionstische und Zubehörteile darauf ausgelegt sind. Es passt außerdem zum 32-mm-System im Möbelbau, da 96 ein Vielfaches von 32 ist.
Welche Plattenstärke ist sinnvoll? Viele Systeme nutzen Platten um 20 mm, Werkbänke auch dickere. Entscheidend ist, dass Zwingen und Bankhunde für die Stärke ausgelegt sind.
Kann ich eine vorhandene Werkbank nachrüsten? Ja, mit einer Bohrschablone lassen sich auch bestehende Platten mit Lochraster versehen.
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