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Problemlösung

Kappsäge schneidet nicht rechtwinklig

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Diese Seite hilft, wenn Ihre Kapp- oder Gehrungssäge Schnitte liefert, die nicht im rechten Winkel stehen, wenn Rahmen nicht schließen oder Leisten an der Wand Spalten zeigen. Sie finden eine Übersicht der häufigsten Ursachen, eine Prüfreihenfolge und das Fünf-Schnitt-Verfahren, mit dem Sie Ihre Säge genauer einstellen als mit einem Winkel allein. Die genauen Justierschrauben unterscheiden sich je nach Modell, deshalb verweisen wir an diesen Stellen auf die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Die häufigsten Ursachen auf einen Blick

Ein schiefer Schnitt hat selten nur eine Ursache. Oft kommen ein leicht verstellter Anschlag und ein Blatt, das sich seitlich wegdrückt, zusammen. Gehen Sie deshalb die folgenden Punkte in Ruhe durch, bevor Sie an Schrauben drehen.

Prüfreihenfolge vor dem Justieren

Arbeiten Sie sich von den einfachen zu den aufwendigen Punkten vor. Viele Probleme lösen sich bereits, wenn Späne aus den Rastungen entfernt und die Klemmungen festgezogen sind. Erst wenn das nichts bringt, lohnt sich das Justieren des Anschlags.

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    Stecker ziehen oder Akku entnehmen

  2. 2

    Späne von Tisch, Anschlag und Rastungen entfernen

  3. 3

    Blatt auf Schärfe, Harz und festen Sitz prüfen

  4. 4

    Drehteller auf 0 Grad einrasten und klemmen, Spiel prüfen

  5. 5

    Neigung auf 0 Grad stellen und mit Winkel prüfen

  6. 6

    Bei Zugsägen die Führung auf seitliches Spiel prüfen

  7. 7

    Erst dann den Anschlag mit dem Fünf-Schnitt-Verfahren prüfen

Hinweis:Arbeiten Sie nur mit Schutzbrille und Gehörschutz. Prüfungen am Blatt erfolgen ausschließlich bei gezogenem Stecker oder entnommenem Akku.

Das Fünf-Schnitt-Verfahren

Ein Anschlagwinkel zeigt nur grobe Fehler, weil er kurz ist und am Blatt schwer anzulegen ist. Das Fünf-Schnitt-Verfahren vervielfacht den Fehler, sodass er messbar wird. Sie brauchen dafür eine gerade Platte aus MDF oder Sperrholz, etwa 30 bis 40 cm breit, die quer unter die Säge passt. Bei schmalen Kappsägen ohne Zug wählen Sie eine entsprechend kleinere Platte.

Sie schneiden an jeder Seite der Platte einen schmalen Streifen ab und drehen die Platte jeweils um 90 Grad, immer mit der frisch geschnittenen Kante am Anschlag. Der fünfte Schnitt trennt einen Streifen ab, dessen Breite an beiden Enden gemessen wird. Ist der Streifen an einem Ende breiter als am anderen, steht der Anschlag nicht rechtwinklig. Der gemessene Unterschied ist etwa das Vierfache des Fehlers eines einzelnen Schnitts.

  1. 1

    Seiten der Platte mit 1 bis 4 nummerieren

  2. 2

    Seite 1 abschneiden, Platte drehen, Seite 2 an den Anschlag legen

  3. 3

    Vorgang für Seite 3 und 4 wiederholen

  4. 4

    Seite 1 erneut schneiden und einen Streifen von etwa 2 cm abtrennen

  5. 5

    Streifenbreite an beiden Enden mit Messschieber messen

  6. 6

    Differenz durch vier teilen: Das ist der Fehler je Schnitt auf die Streifenlänge

Anschlag ausrichten

Wenn das Fünf-Schnitt-Verfahren einen Fehler zeigt, richten Sie den Anschlag aus. Bei vielen Sägen ist der Anschlag mit zwei oder mehr Schrauben am Tisch befestigt. Lösen Sie diese leicht, drehen Sie den Anschlag um einen kleinen Betrag in die Richtung, die den Fehler ausgleicht, und ziehen Sie wieder fest. Bei anderen Modellen wird die Rastplatte des Drehtellers verstellt. Den genauen Weg beschreibt die Anleitung Ihrer Säge.

Wiederholen Sie danach das Fünf-Schnitt-Verfahren. Zwei oder drei Durchgänge sind normal. Setzen Sie zum Schluss den Zeiger der Gehrungsskala auf null. Wie Sie danach die 45-Grad-Rastung prüfen, steht im Beitrag Gehrung an der Kappsäge einstellen.

Blatt, Vorschub und Werkstück

Auch eine perfekt justierte Säge schneidet schief, wenn das Blatt nicht mitspielt. Ein stumpfes Blatt drückt sich beim Schneiden seitlich weg, vor allem bei hohen Werkstücken. Harzbeläge erhöhen die Reibung und lassen das Blatt warm werden. Ein Blatt mit wenigen Zähnen reißt bei Querschnitten aus und läuft eher. Welche Zähnezahl passt, zeigt die Sägeblatt-Tabelle.

Führen Sie den Sägekopf gleichmäßig und ohne Druck nach unten. Lassen Sie das Blatt auf volle Drehzahl kommen, bevor es das Holz berührt. Bei Zugsägen ziehen Sie den Kopf zuerst nach vorne, senken ihn ab und schieben ihn dann durch das Werkstück. Verzogene Bretter liegen nicht plan am Anschlag. Legen Sie gekrümmte Teile mit der hohlen Seite zum Anschlag, damit sie nicht kippeln.

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Wann der Service gefragt ist

Lassen sich Fehler trotz Justage nicht beseitigen, kann die Zugführung ausgeschlagen, der Drehteller verzogen oder das Lager des Motors verschlissen sein. Seitliches Spiel am Sägekopf, das Sie mit der Hand spüren, ist ein deutliches Zeichen. In diesem Fall wenden Sie sich an den Kundendienst des Herstellers oder eine Fachwerkstatt. Öffnen Sie das Gehäuse nicht selbst, wenn die Anleitung das nicht ausdrücklich vorsieht.

Häufige Fragen

Wie genau muss eine Kappsäge schneiden? Für Rahmen und sichtbare Gehrungen sollte der Fehler so klein sein, dass er beim Fünf-Schnitt-Verfahren nur wenige Zehntelmillimeter auf die Streifenlänge ausmacht. Für Bauholz reicht weniger Genauigkeit.

Warum ist der Schnitt oben rechtwinklig und unten nicht? Dann stimmt meist die Neigung nicht. Prüfen Sie den Winkel zwischen Tisch und Blattkörper und justieren Sie den 0-Grad-Neigungsanschlag.

Kann ein neues Sägeblatt das Problem lösen? Wenn das alte Blatt stumpf, verharzt oder verzogen ist, ja. Ist der Anschlag verstellt, hilft das neue Blatt allein nicht.

Muss ich bei einer neuen Säge auch justieren? Viele Sägen kommen gut eingestellt an, Transport kann aber etwas verstellen. Ein Fünf-Schnitt-Test zu Beginn ist sinnvoll.

Was Sie dafür brauchen