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Ratgeber

Welches Sägeblatt für die Kappsäge

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Diese Seite hilft Ihnen, ein neues oder zweites Sägeblatt für Ihre Kapp- und Gehrungssäge auszuwählen. Sie erfahren, welche Maße passen müssen, warum für Kapp- und Zugsägen ein negativer Spanwinkel empfohlen wird, wie viele Zähne für Leisten, Bauholz oder Laminat sinnvoll sind und was bei Aluminium gilt. Dazu gibt es Hinweise zu großen Blättern wie 305 mm und zum sicheren Wechsel. Grundlagen zu Zahnformen erklärt der Beitrag Sägeblatt: Zähnezahl und Zahnform erklärt.

Durchmesser und Bohrung müssen passen

Der Durchmesser des Blatts ist durch die Schutzhaube und den Motor der Säge vorgegeben. Gängige Größen bei Kappsägen sind 216, 254 und 305 mm, daneben gibt es Zwischengrößen wie 210, 250 oder 260 mm. Ein größeres Blatt passt nicht unter die Haube, ein deutlich kleineres verringert die Schnitttiefe und kann die Schutzfunktion beeinträchtigen.

Die Bohrung muss zum Flansch der Säge passen. Bei vielen Kappsägen sind es 30 mm. Reduzierringe dürfen Sie nur verwenden, wenn der Hersteller der Säge das erlaubt. Die zulässigen Maße stehen auf dem Typenschild und in der Bedienungsanleitung.

Hinweis:Sägeblätter nur bei gezogenem Stecker oder entnommenem Akku wechseln. Die auf dem Blatt angegebene Höchstdrehzahl muss mindestens der Leerlaufdrehzahl der Säge entsprechen. Beim Sägen Schutzbrille und Gehörschutz tragen.

Negativer Spanwinkel für Kapp- und Zugsägen

Kreissägeblätter für Tischkreissägen haben meist einen positiven Spanwinkel, sie greifen kräftig ins Holz. Bei Kapp- und besonders bei Zugsägen kann ein solcher Zahn den Sägekopf ins Werkstück ziehen. Für diese Sägen empfehlen viele Blatthersteller deshalb Blätter mit negativem Spanwinkel. Der Schnitt ist ruhiger und kontrollierter.

Achten Sie in der Produktbeschreibung oder auf dem Blatt auf Hinweise wie negativer Spanwinkel oder für Kapp- und Zugsägen. Bei Unsicherheit hilft die Zubehörliste des Sägenherstellers.

Zähnezahl nach Material

Für Leisten, Rahmen und sichtbare Schnitte nehmen Sie ein Blatt mit vielen Zähnen. Für Bauholz, Dachlatten und grobe Arbeiten reicht ein Blatt mit weniger Zähnen, das schneller schneidet. Laminat und beschichtete Platten brauchen viele Zähne mit FZ/TR-Zahnung, damit die Deckschicht nicht ausbricht.

Konkrete Richtwerte nach Durchmesser zeigt die Sägeblatt-Tabelle. Die Werte sind Orientierungen nach gängigen Herstellertabellen.

Aluminium und andere Metalle

Aluminiumprofile lassen sich mit einer Kappsäge schneiden, wenn die Säge dafür freigegeben ist und ein passendes Blatt für Nichteisenmetalle montiert ist. Diese Blätter haben meist FZ/TR-Zahnung, viele Zähne und einen negativen Spanwinkel. Einige Sägen haben eine variable Drehzahl, die der Hersteller für Aluminium und Kunststoff empfiehlt.

Stahl gehört nicht auf eine Holzkappsäge mit Holzsägeblatt. Dafür gibt es Kaltkreissägen, Metall-Trennschleifer oder spezielle Mehrzwecksägen, deren Hersteller den Stahlschnitt ausdrücklich angeben. Mehr dazu im Beitrag Kann man mit einer Kappsäge Metall schneiden.

Hinweis:Beim Schneiden von Aluminium entstehen heiße, scharfe Späne. Werkstück immer fest spannen, Schutzbrille, Gehörschutz und lange Ärmel tragen.

Kappsägen für Metall und Aluminium →

Große Blätter mit 305 mm

Kappsägen mit 305-mm-Blatt schaffen größere Schnitthöhen und Schnittbreiten, wie der Beitrag Schnittbreite und Schnitttiefe bei Kappsägen erklärt. Die Blätter sind schwerer und teurer, und bei gleicher Zähnezahl ist der Zahnabstand größer als bei einem kleinen Blatt. Für ein feines Schnittbild braucht ein 305-mm-Blatt daher mehr Zähne als ein 216-mm-Blatt.

Für Arbeiten mit Leisten und Rahmen ist ein großes Blatt nicht nötig. Eine 216- oder 254-mm-Säge mit Zugfunktion schafft viele Arbeiten und ist leichter zu tragen. Eine Übersicht verschiedener Größen finden Sie unter Die besten Kapp- und Gehrungssägen.

Blatt pflegen und wechseln

Ein sauberes Blatt schneidet besser und hält länger. Harz und Leimreste entfernen Sie mit einem Harzlöser und einer weichen Bürste. Hartmetallblätter lassen sich bei einem Schärfdienst nachschleifen. Beim Wechsel achten Sie auf die Drehrichtung: Der Pfeil auf dem Blatt muss mit dem Pfeil auf der Schutzhaube übereinstimmen.

Ziehen Sie die Flanschschraube nur so fest, wie es die Anleitung vorgibt, und prüfen Sie nach dem Wechsel, ob die Schutzhaube frei läuft. Viele Kappsägen haben eine Spindelarretierung, die das Blatt beim Lösen der Schraube festhält.

  1. 1

    Stecker ziehen oder Akku entnehmen

  2. 2

    Schutzhaube nach Anleitung zurückklappen

  3. 3

    Spindelarretierung drücken und Flanschschraube lösen

  4. 4

    Altes Blatt entnehmen, Flansche reinigen

  5. 5

    Neues Blatt in Drehrichtung einsetzen

  6. 6

    Schraube festziehen, Haube prüfen, Probelauf

Häufige Fragen

Kann ich ein 250-mm-Blatt statt 254 mm verwenden? Nur wenn der Hersteller der Säge es erlaubt. Kleine Abweichungen verringern die Schnitttiefe und können die Funktion der Schutzhaube beeinflussen.

Wie viele Zähne für Sockelleisten? Für saubere Schnitte an Sockelleisten ist ein Blatt mit vielen Zähnen und Wechselzahn sinnvoll.

Brauche ich für Laminat ein eigenes Blatt? Für saubere Kanten an Laminat ist ein Blatt mit FZ/TR-Zahnung und vielen Zähnen empfehlenswert, auch weil Laminat Blätter schnell stumpf macht.

Was bedeutet negativer Spanwinkel? Die Zahnbrust ist leicht nach hinten geneigt. Der Zahn greift weniger aggressiv, was bei Kapp- und Zugsägen für einen kontrollierten Schnitt sorgt.

Was Sie dafür brauchen