Anleitung
Parallelanschlag der Tischkreissäge einstellen
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Kurz gesagt
Der Parallelanschlag muss exakt parallel zum Sägeblatt stehen oder hinten minimal vom Blatt weglaufen, nie zum Blatt hin. Sie messen dazu mit Messschieber oder Anschlagwinkel den Abstand vom Anschlag zu einem markierten Zahn vorn und hinten am Blatt. Danach gleichen Sie die Skala an einem Probeschnitt ab. Wie die Einstellschrauben sitzen, steht in der Anleitung Ihrer Säge.
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Wenn Längsschnitte an der Tischkreissäge schwergängig werden, das Holz verbrennt oder die Leisten an einem Ende breiter sind als am anderen, liegt es häufig am Parallelanschlag. Er führt das Werkstück am Blatt vorbei und bestimmt damit Breite und Qualität jedes Längsschnitts. Diese Anleitung zeigt, wie Sie den Anschlag prüfen, parallel ausrichten und die Skala abgleichen. Sie gilt für die meisten Tischkreissägen, die genauen Einstellpunkte nennt das Handbuch Ihres Modells.
Warum die Ausrichtung so wichtig ist
Läuft der Anschlag hinten zum Blatt hin, wird das Werkstück zwischen Anschlag und Blatt eingeklemmt. Die Säge wird langsamer, das Holz kann Brandspuren bekommen, und das Risiko eines Rückschlags steigt deutlich. Läuft der Anschlag dagegen stark vom Blatt weg, wird die Leiste ungleich breit, und der hintere Teil des Blatts reibt am Werkstück.
Das Ziel ist deshalb ein Anschlag, der genau parallel steht. Manche Hersteller empfehlen, dass er hinten einen Hauch vom Blatt wegläuft, damit sich nichts verklemmen kann. Halten Sie sich an die Angabe in Ihrer Anleitung. Mehr zu den Folgen eines klemmenden Schnitts finden Sie in Sägeblatt verbrennt das Holz.
- 1Sägeblatt: Ø und Zähne passend zum Schnitt
- 2Spaltkeil: hält den Schnitt offen, verhindert Rückschlag
- 3Schutzhaube: deckt das Blatt ab, oft mit Absauganschluss
- 4Parallelanschlag: führt das Werkstück beim Längsschnitt
- 5Queranschlag: für Querschnitte und Winkel
- 6Tischverbreiterung: trägt breite Platten
- 7Schnitthöhe: Handrad zum Heben und Neigen des Blatts
Das brauchen Sie
Für die Einstellung genügt einfaches Messwerkzeug. Ein Messschieber ist am genauesten, ein guter Anschlagwinkel oder ein Stahllineal funktionieren ebenfalls.
- Messschieber oder Stahllineal
- Filzstift zum Markieren eines Zahns
- Innensechskantschlüssel oder Schraubendreher je nach Säge
- ein gerades Probebrett
- die Anleitung Ihrer Säge
Schritt für Schritt ausrichten
Ziehen Sie vor allen Arbeiten den Netzstecker oder entnehmen Sie den Akku. Fahren Sie das Blatt auf maximale Höhe, damit Sie vorn und hinten gut messen können.
- 1
Einen Zahn des Blatts mit Filzstift markieren, der zum Anschlag hin geschränkt ist.
- 2
Das Blatt drehen, bis der markierte Zahn vorn auf Tischhöhe steht, und den Abstand zum Anschlag messen.
- 3
Das Blatt weiterdrehen, bis derselbe Zahn hinten auf Tischhöhe steht, und erneut messen.
- 4
Weichen die Werte ab, die Befestigungsschrauben des Anschlagprofils nach Anleitung lösen und den Anschlag nachstellen.
- 5
Schrauben anziehen, Anschlag einmal lösen und wieder klemmen, dann erneut messen.
- 6
Zum Schluss prüfen, ob der Anschlag auch rechtwinklig zum Tisch steht.
Skala abgleichen
Ist der Anschlag parallel, stimmt die Skala oft nicht mehr exakt. Stellen Sie zum Beispiel 50 mm ein, sägen Sie ein Probestück und messen Sie die tatsächliche Breite mit dem Messschieber. Die Differenz korrigieren Sie über die verstellbare Lupe oder den Zeiger am Anschlag. Bei vielen Sägen ist dieser mit einer kleinen Schraube befestigt.
Beachten Sie, dass sich die Schnittbreite mit einem anderen Blatt ändern kann, weil Blätter unterschiedlich dick sind. Nach einem Blattwechsel lohnt ein kurzer Kontrollschnitt. Wie Sie das Blatt tauschen, erklärt Sägeblatt der Tischkreissäge wechseln.
Typische Fehler beim Längsschnitt
Viele Probleme beim Längsschnitt haben gar nicht den Anschlag als Ursache. Prüfen Sie auch diese Punkte, bevor Sie lange nachjustieren.
Die Einstellung des Spaltkeils beschreibt Spaltkeil an der Tischkreissäge einstellen. Bei beschichteten Platten helfen die Tipps aus Ausrisse an der Schnittkante vermeiden.
- Spaltkeil steht nicht in einer Flucht mit dem Blatt
- Werkstück hat keine gerade Kante am Anschlag
- Blatt ist stumpf oder verharzt
- Vorschub zu langsam oder ungleichmäßig
- Werkstück wird nur vorn, nicht über die ganze Länge an den Anschlag gedrückt
Wenn der Anschlag sich nicht einstellen lässt
Bei einfachen Sägen ist der Anschlag manchmal so weich, dass er sich beim Klemmen verzieht. Dann hilft eine aufgeschraubte, gerade Holzleiste nur begrenzt. Eine Säge mit stabilem Anschlag, Tischverbreiterung und solider Klemmung ist für genaue Arbeiten die bessere Basis. Modelle mit diesen Merkmalen finden Sie in Die besten Tischkreissägen und, für kleinere Werkstätten, in Tischkreissägen für Heimwerker.
Hinweis:Niemals bei laufender Säge messen oder einstellen. Für schmale Werkstücke immer einen Schiebestock verwenden.
Anschlag für dünne und schmale Werkstücke
Bei sehr schmalen Leisten kommt die Hand nah ans Blatt. Viele Heimwerker schrauben deshalb eine flache Hilfsleiste an den Parallelanschlag, die niedriger ist als das Werkstück. So kann der Schiebestock über die Leiste hinweg geführt werden, ohne die Schutzhaube zu behindern. Prüfen Sie nach dem Anbringen, ob die Hilfsleiste selbst gerade ist und parallel zum Blatt steht, sonst übertragen Sie den Fehler auf jedes Werkstück.
Für dünne Platten und Furniere hilft eine Opferleiste am Anschlag, die bis auf den Tisch reicht. So kann das Werkstück nicht unter den Anschlag rutschen. Bei Sägen mit umklappbarem Anschlagprofil gibt es dafür oft eine flache Seite, die genau für diesen Zweck gedacht ist. Die Anleitung Ihrer Säge zeigt, ob Ihr Anschlag diese Möglichkeit bietet.
Wichtig bei beiden Lösungen: Der Abstand zwischen Hilfsleiste und Blatt ändert die Skala. Gleichen Sie deshalb nach dem Anbringen erneut an einem Probeschnitt ab oder messen Sie direkt vom Blatt zur Leiste.
Häufige Fragen
Wie genau muss der Parallelanschlag stehen? So genau, dass die Abweichung zwischen vorn und hinten im Bereich weniger Zehntelmillimeter liegt. Er darf nie hinten zum Blatt hin laufen.
Warum wird meine Leiste an einem Ende breiter? Meist steht der Anschlag nicht parallel oder das Werkstück wird nicht gleichmäßig angedrückt. Messen Sie den Anschlag wie beschrieben nach.
Muss ich den Anschlag nach jedem Transport prüfen? Bei Baustellensägen, die oft bewegt werden, ist ein kurzer Kontrollschnitt sinnvoll.
Kann ich am Parallelanschlag auch quer sägen? Nein. Querschnitte gehören an den Winkelanschlag oder Schiebeschlitten, siehe Schiebeschlitten an der Tischkreissäge.
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