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Anleitung

Kappsägenstation selber bauen

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Eine Kappsäge auf der Werkbank ist schnell aufgestellt, aber lange Leisten hängen seitlich herunter, und für jedes Bauteil muss neu gemessen werden. Eine eigene Station löst beide Probleme: Das Werkstück liegt auf ganzer Länge auf, und ein Anschlag mit Maßband erlaubt Serienschnitte. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Maße und Höhe planen, die Säge sicher befestigen und Anschlag und Absaugung einbauen. Sie richtet sich an Heimwerker mit Grundwerkzeug und etwas Erfahrung im Plattenzuschnitt.

Vor dem Bau: Maße der eigenen Säge erfassen

Jede Kappsäge ist anders gebaut. Messen Sie deshalb zuerst Ihre eigene Maschine aus, bevor Sie Holz zuschneiden. Wichtig sind die Höhe der Auflagefläche über dem Boden der Säge, die Breite und Tiefe des Fußes und die Lage der Befestigungslöcher. Bei Zugsägen kommt der Platz hinzu, den die Schienen beim Zurückschieben brauchen.

Notieren Sie auch, wo der Absaugstutzen sitzt und wie weit der Sägekopf beim Neigen nach links oder rechts ausschwenkt. Diese Werte bestimmen, wie groß die Aussparung in der Station sein muss. Die Zugmechanik wird in Kappsäge mit oder ohne Zugfunktion erklärt.

  • Höhe vom Sägenfuß bis zur Oberkante Drehteller
  • Grundfläche und Befestigungslöcher
  • Platzbedarf der Zugschienen nach hinten
  • Lage des Absaugstutzens
  • Schwenkbereich bei Neigungsschnitten

Die richtige Arbeitshöhe festlegen

Die Oberkante der seitlichen Auflagen sollte etwa auf Höhe Ihrer bequemen Arbeitshöhe liegen, oft knapp unter dem Ellenbogen. Viele Heimwerker wählen eine Höhe ähnlich ihrer Werkbank, damit lange Werkstücke auch von dort aufgelegt werden können. Hilfreich ist die Faustregel aus Die richtige Höhe einer Werkbank.

Die Säge selbst sitzt tiefer: Ihr Boden liegt um genau die gemessene Höhe vom Fuß bis zum Drehteller unter der Auflage. Dieser Höhenunterschied ist das wichtigste Maß der Station. Schon zwei Millimeter Versatz führen dazu, dass lange Leisten beim Schnitt kippen.

Schritt für Schritt bauen

Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt. Die Maße passen Sie an Ihre Säge und Ihren Raum an.

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    Unterbau planen: zwei Seitenmodule mit Schubladen oder Fächern und ein abgesenktes Mittelteil für die Säge.

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    Platten zuschneiden: Korpusse aus 18 mm Multiplex oder Spanplatte, Auflagen aus 18 bis 21 mm Multiplex oder Siebdruckplatte.

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    Mittelteil auf die gemessene Höhe setzen und die Säge mit Schrauben durch die vorgesehenen Löcher befestigen.

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    Seitenauflagen montieren und mit einem langen Richtscheit prüfen, ob sie mit dem Drehteller in einer Ebene liegen. Bei Bedarf unterfüttern.

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    Anschlag aus einer geraden Leiste oder einem Aluprofil links und rechts in Flucht mit dem Sägenanschlag ausrichten.

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    Maßband oder Skala auf den Anschlag kleben und an einem Probeschnitt abgleichen.

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    Absaugschlauch durch das Mittelteil führen und den Sauger im Unterbau unterbringen.

Anschlag und Längenanschlag

Der seitliche Anschlag muss exakt mit dem Anschlag der Säge fluchten. Legen Sie ein langes, gerades Brett gegen den Sägenanschlag und richten Sie die Leisten der Station daran aus. Ein Spalt von weniger als einem halben Millimeter ist ausreichend.

Ein verschiebbarer Längenanschlag mit Klemme macht die Station erst richtig nützlich: Sie stellen das Maß einmal ein und schneiden beliebig viele gleich lange Teile. Wie Sie dabei Fehler vermeiden, zeigt Längenanschlag an der Kappsäge nutzen. Wer keinen Platz für eine feste Station hat, findet in klappbaren Untergestellen eine Alternative.

Absaugung einplanen

Kappsägen verteilen Späne in einem breiten Fächer nach hinten. Eine Station bietet die Möglichkeit, hinter der Säge eine Absaughaube oder einen Spänefang aus Platten zu bauen. Kombiniert mit einem Werkstattsauger am Absaugstutzen landet deutlich mehr Staub im Sauger. Tipps gibt Absaugung an der Kappsäge verbessern, passende Sauger mit Einschaltautomatik stellt Werkstattsauger für Säge und Schleifer vor.

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Welche Säge passt in eine Station

Grundsätzlich eignet sich jede Kappsäge. Bei Zugsägen mit Schienen nach hinten muss die Station ausreichend tief sein oder hinten offen bleiben. Gelenkarmsägen brauchen weniger Raum nach hinten. Wer noch keine Säge hat, findet Modelle mit Angaben zu Schnittbreite und Gewicht in Die besten Kapp- und Gehrungssägen. Eine Säge mit Akku lässt sich bei Bedarf ausbauen und mitnehmen, siehe Akku-Kappsägen.

Hinweis:Die Säge muss fest mit der Station verschraubt sein. Prüfen Sie nach dem Einbau, ob Schutzhaube, Drehteller und Neigung frei beweglich sind, und ziehen Sie bei Umbauarbeiten immer den Netzstecker.

Häufige Fragen

Wie lang sollten die Auflagen einer Kappsägenstation sein? Das hängt vom Raum ab. Je länger, desto besser liegen lange Leisten auf. Viele Stationen haben links und rechts zwischen 60 und 120 cm.

Welches Material eignet sich für die Auflagen? Multiplex oder Siebdruckplatte mit 18 bis 21 mm bleibt eben und verzieht sich wenig. Spanplatte ist günstiger, aber empfindlicher gegen Feuchtigkeit.

Kann ich die Säge auch nur aufschrauben statt versenken? Ja, dann müssen die Seitenauflagen entsprechend höher liegen. Das Ergebnis ist dasselbe, solange alles in einer Ebene liegt.

Lohnt sich ein gekauftes Untergestell? Wenn Sie die Säge oft mitnehmen oder wenig Platz haben, ist ein klappbares Untergestell praktischer als eine feste Station.

Was Sie dafür brauchen