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Vergleich

Kappsäge oder Handkreissäge: der Unterschied

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Wenn im Baumarkt von Kreissäge die Rede ist, ist oft die Handkreissäge gemeint. Sie und die Kappsäge arbeiten mit einem runden Sägeblatt, unterscheiden sich aber grundlegend darin, wer sich bewegt: Bei der Kappsäge liegt das Holz still, bei der Handkreissäge bewegen Sie die Maschine. Diese Seite zeigt, welche Schnitte welche Säge gut erledigt, wo die Grenzen liegen, welche Sicherheitsregeln gelten und welche Maschine für Ihre Projekte zuerst sinnvoll ist.

So arbeitet eine Kappsäge

Die Kappsäge ist auf einem Drehtisch montiert. Sie legen das Werkstück an den Anschlag, stellen den Winkel über die Rastungen ein und senken das laufende Blatt in das Holz. Modelle mit Zugfunktion können das Blatt zusätzlich nach vorn und hinten bewegen und so breitere Bretter schneiden. Viele Kappsägen lassen sich außerdem neigen, damit entstehen Neigungsschnitte und Doppelgehrungen.

Der große Vorteil ist die Wiederholgenauigkeit: Einmal eingestellt, liefert die Säge viele gleiche Schnitte. Für Fußleisten, Dachlatten, Terrassendielen und Rahmen ist das ideal. Eine Übersicht verbreiteter Modelle bietet der Ratgeber Die besten Kapp- und Gehrungssägen.

So arbeitet eine Handkreissäge

Die Handkreissäge führen Sie mit beiden Händen über das fest liegende Werkstück. Die Grundplatte liegt auf dem Material, die Schnitttiefe wird über die Höhenverstellung eingestellt, und für Neigungsschnitte lässt sich die Grundplatte schwenken. Mit einem Parallelanschlag oder einer Führungsschiene entstehen gerade Schnitte auch über mehrere Meter Länge.

Damit eignet sich die Handkreissäge für Arbeiten, die eine Kappsäge nicht kann: große Platten aus OSB, Spanplatte oder Multiplex teilen, lange Bohlen längs auftrennen oder Schnitte direkt am verbauten Material. Für sehr saubere Plattenschnitte ist die Tauchsäge mit Führungsschiene eine Weiterentwicklung, mehr dazu in Tischkreissäge oder Tauchsäge.

Die Unterschiede in der Übersicht

Beide Sägen sind keine direkten Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, ob Sie öfter kurze Teile genau ablängen oder große Teile grob bis fein zuschneiden.

Ein praktischer Unterschied liegt auch im Arbeitsablauf. An der Kappsäge bringen Sie das Holz zur Maschine, bei der Handkreissäge bringen Sie die Maschine zum Holz. Für eine schwere Bohle oder eine ganze Plattenware ist das ein großer Vorteil, weil Sie das Material nicht über einen Tisch balancieren müssen. Umgekehrt ist die Kappsäge im Vorteil, wenn Sie dutzende kurze Teile mit identischem Winkel brauchen und jede Abweichung später an einer Fuge sichtbar wäre.

Welche Säge für welches Projekt

Wenn Ihr Schwerpunkt auf der Baustelle oder im Garten liegt, kann auch eine Akku-Kappsäge interessant sein, weil sie ohne Kabel auskommt. Modelle dazu stellt Akku-Kappsägen vor. Wer später stationär Platten und Bretter auftrennen will, sollte zusätzlich die Tischkreissäge im Blick haben, siehe Kappsäge oder Tischkreissäge.

  • Terrassendielen, Dachlatten, Kanthölzer ablängen: Kappsäge
  • Fußleisten, Türverkleidungen, Bilderrahmen: Kappsäge
  • OSB-Platten für Boden oder Wand zuschneiden: Handkreissäge
  • Bohlen und Bretter der Länge nach auftrennen: Handkreissäge
  • Ausschnitte in verbauten Platten: Handkreissäge, bei Tauchschnitten Tauchsäge
  • Viele gleich lange Teile für Regale oder Zäune: Kappsäge mit Längenanschlag

Sicherheit bei beiden Sägen

Bei der Kappsäge halten Sie die Hand, die das Werkstück fixiert, außerhalb der markierten Gefahrenzone und lassen das Blatt nach dem Schnitt im Tiefpunkt auslaufen, bevor Sie den Kopf anheben. Kurze Reststücke nicht von Hand festhalten, sondern mit einer Zwinge oder dem Spannelement sichern.

Bei der Handkreissäge ist der Rückschlag das größte Risiko. Er entsteht häufig, wenn das Blatt im Schnitt klemmt, etwa weil die Platte durchhängt. Legen Sie Platten vollflächig auf, zum Beispiel auf eine Opferplatte, und stellen Sie die Schnitttiefe nur wenig größer als die Materialstärke ein. Der Spaltkeil bleibt montiert, die Pendelschutzhaube darf nicht festgeklemmt werden.

Hinweis:Tragen Sie bei beiden Sägen Schutzbrille und Gehörschutz, ziehen Sie vor jedem Blattwechsel den Netzstecker oder entnehmen Sie den Akku und beachten Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Häufige Fragen

Ist eine Handkreissäge eine Kreissäge? Ja. Kreissäge ist der Oberbegriff für Sägen mit rundem Blatt. Dazu gehören Handkreissäge, Tauchsäge, Tischkreissäge und auch die Kappsäge.

Kann ich mit der Handkreissäge Gehrungen schneiden? Neigungsschnitte gehen über die schwenkbare Grundplatte gut. Gehrungen auf der Fläche erfordern einen Winkelanschlag oder eine Führungsschiene und sind weniger wiederholgenau als an der Kappsäge.

Welche Säge ist genauer? Für kurze Querschnitte meist die Kappsäge, weil Anschlag und Rastungen den Winkel vorgeben. Für lange gerade Schnitte ist die Handkreissäge mit Führungsschiene genauer, weil die Kappsäge diese gar nicht schafft. Ist die Kappsäge ungenau, hilft Kappsäge schneidet nicht rechtwinklig.

Brauche ich einen Sauger? Für Innenräume ist er dringend zu empfehlen. Beide Sägen haben Absauganschlüsse, passende Geräte finden Sie unter Werkstattsauger für Säge und Schleifer.

Was Sie dafür brauchen