Zum Inhalt springen

Ratgeber

Impulsmodus beim Linienlaser erklärt

Veröffentlicht am

Hinweis: Diese Seite enthält Werbelinks (Affiliate-Links) zu Amazon. Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu

Wer einen Linienlaser draußen einsetzt, stellt schnell fest, dass die Linie bei Sonnenlicht kaum zu sehen ist. Die Lösung heißt Laserempfänger, und damit dieser arbeitet, braucht der Laser einen Impulsmodus. In Datenblättern heißt er auch Pulsmodus oder Empfängermodus. Diese Seite erklärt, wie der Modus funktioniert, welche Geräte ihn bieten, was Sie beim Kauf eines Empfängers beachten müssen und für welche Arbeiten sich das lohnt.

Wie der Impulsmodus funktioniert

Ein Laserempfänger hat einen lichtempfindlichen Sensor. Tageslicht enthält jedoch auch Anteile in der Wellenlänge des Lasers. Ohne weitere Information könnte der Empfänger die Laserlinie nicht vom Sonnenlicht unterscheiden. Im Impulsmodus wird die Laserdiode deshalb mit einer festen, hohen Frequenz ein- und ausgeschaltet. Der Empfänger reagiert nur auf Licht, das in genau diesem Takt pulsiert.

Das Auge nimmt das schnelle Pulsen nicht als Flackern wahr. Die Linie wirkt aber bei vielen Geräten etwas dunkler, weil sie im Mittel weniger Zeit leuchtet. Für Innenarbeiten ohne Empfänger ist der normale Modus deshalb meist die bessere Wahl.

Wann Sie den Impulsmodus brauchen

Den Impulsmodus nutzen Sie immer dann, wenn Sie mit einem Empfänger arbeiten. Das ist vor allem draußen und bei großen Distanzen der Fall.

  • Gartenmauern, Zäune und Pflasterflächen
  • Terrassen und Carports
  • große Hallen und lange Flure
  • Innenräume mit starkem Tageslicht durch große Fenster

Geräte mit Impuls- oder Empfängermodus

Viele Laser der mittleren und oberen Klasse bieten diesen Modus. Einige Beispiele aus den Listings: Der DeWalt DCE089D1R nennt einen Pulsmodus für den Empfänger DE0892. Bosch beschreibt beim GCL 2-50 G einen ständig aktivierten Empfängermodus. Huepar wirbt beim 704CG mit einem Impulsmodus für den Außenbereich. Der DeWalt DCE0811D1G nennt eine Sichtbarkeit bis 30 m und bis 50 m mit Empfänger.

Der passende Empfänger

Nicht jeder Empfänger arbeitet mit jedem Laser. Die Pulsfrequenz und die Laserfarbe müssen zusammenpassen. Viele Hersteller nennen in der Anleitung den passenden Empfänger, oft aus dem eigenen Programm. Grüne Laser brauchen in der Regel einen Empfänger, der für grünes Licht ausgelegt ist.

Ein Empfänger wird meist an einer Messlatte befestigt. Er zeigt mit Pfeilen und Tönen, ob Sie über oder unter der Linie sind, und gibt beim Treffen der Linie ein Dauersignal. Laser mit passendem Empfänger stellt Linienlaser für außen mit Empfänger vor.

Laser mit Empfänger ansehen →

Laufzeit und Sichtbarkeit

Der Einfluss auf die Akkulaufzeit unterscheidet sich je nach Gerät. Wichtiger ist der Effekt auf die Sichtbarkeit: Wer im Impulsmodus ohne Empfänger arbeitet, sieht die Linie häufig schwächer. Schalten Sie den Modus deshalb nur ein, wenn Sie den Empfänger wirklich nutzen. Mehr zur Reichweite mit und ohne Empfänger erklärt Reichweite beim Kreuzlinienlaser erklärt.

So arbeiten Sie mit Empfänger

Die genaue Bedienung beschreibt die Anleitung. Der Ablauf ist aber bei den meisten Geräten ähnlich.

  1. 1

    Laser auf ein stabiles Stativ stellen und einschalten.

  2. 2

    Impulsmodus aktivieren, sofern er nicht dauerhaft aktiv ist.

  3. 3

    Empfänger an Messlatte oder Halter befestigen und einschalten.

  4. 4

    Empfänger langsam auf und ab bewegen, bis das Dauersignal ertönt.

  5. 5

    Höhe an der Latte ablesen oder am Objekt markieren.

Hinweis:Auch im Impulsmodus gilt die Laserklasse des Geräts. Nie in den Strahl blicken, auch nicht draußen bei schwacher Sichtbarkeit.

Alternativen ohne Empfänger

Für kurze Distanzen bei Tageslicht hilft manchmal ein grüner Laser mit Zieltafel. Arbeiten Sie früh morgens oder abends, wenn das Licht schwächer ist. Für längere Strecken und echte Außenarbeiten führt aber kaum ein Weg am Empfänger vorbei. Für sehr große Flächen ist ein Rotationslaser die klassische Lösung, siehe Kreuzlinienlaser oder Rotationslaser. Grüne Geräte für innen und außen finden Sie in Grüne Kreuzlinienlaser.

Beispiel: Gartenmauer auf gleicher Höhe

Sie wollen eine 15 m lange Gartenmauer mit gleichmäßiger Oberkante bauen. Der Laser steht auf einem Stativ in der Mitte, der Impulsmodus ist aktiv. An einer Messlatte mit Empfänger lesen Sie an jedem Ende und in der Mitte die gleiche Höhe ab und markieren sie an Pflöcken. Eine Schnur zwischen den Pflöcken zeigt dann die spätere Oberkante der Mauer.

Ohne Empfänger wäre die Linie in der Mittagssonne auf dem grauen Beton kaum zu finden. Mit Empfänger genügt es, die Latte langsam zu bewegen, bis das Dauersignal ertönt. Die Genauigkeit hängt dabei weiterhin vom Laser ab, der Empfänger macht die Linie nur auffindbar. Für lange Strecken lohnt deshalb ein Blick auf die Nivelliergenauigkeit im Datenblatt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Impulsmodus und Pulsmodus? Keiner. Hersteller verwenden unterschiedliche Namen für dieselbe Funktion, auch Empfängermodus ist üblich.

Sehe ich die Linie im Impulsmodus noch? Ja, bei vielen Geräten aber etwas schwächer. Für Arbeiten ohne Empfänger den normalen Modus nutzen.

Passt jeder Empfänger zu jedem Laser? Nein. Frequenz und Laserfarbe müssen passen. Die Anleitung nennt kompatible Empfänger.

Brauche ich den Impulsmodus in Innenräumen? Nur bei sehr großen oder sehr hellen Räumen, in denen die Linie nicht mehr sichtbar ist.

Was Sie dafür brauchen